Die Ortsumgehung Meschede darf nicht in Vergessenheit geraten

Mit täglich rund 24.000 Fahrzeugen ist die B 55 im Abschnitt Steinstraße bis Antoniusbrücke die am stärksten befahrene Straße Meschedes. „Hier muss sich dringend etwas tun“, ist sich die CDU-Fraktion im Mescheder Stadtrat einig.
B 55 muss im neuen Bundesverkehrswegeplan stärker berücksichtigt werden

Die CDU-Fraktion im Rat der Kreis- und Hochschulstadt Meschede setzt sich für eine stärkere Berücksichtigung der B 55- Ortsumgehung Meschede sowie der Ortsumgehungen in Eslohe und Warstein im weiteren Verlauf der B 55 ein. „Auch wenn die Ortsumgehung Meschede aufgrund des notwendigen Tunnelbaus nur schwer zu realisieren ist, darf das Projekt nicht in Vergessenheit geraten. Jeder, der regelmäßig mit dem Auto in Meschede unterwegs ist kann bezeugen, dass hier im Verlauf der B 55 dringender Handlungsbedarf im Stadtzentrum besteht. Die Ortsumgehung Meschede muss daher zumindest im sog. ‚Weiteren Bedarf’ des neuen Bundesverkehrswegeplans bleiben“, so Fraktionsvorsitzender Marcel Spork.

Im kürzlich vorgestellten Referentenentwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans war die Ortsumgehung Meschede ähnlich wie die Ortsumgehungen Eslohe und Warstein weder im „Vordringlichen Bedarf“, noch im „Weiteren Bedarf“ enthalten. Die einzelnen Projekte waren aufgrund des zu erwartenden, ungünstigen Nutzen-Kosten-Verhältnisses vorerst in die Kategorie „Kein Bedarf“ eingestuft worden. Insbesondere in den Nachbarkommunen Eslohe und Warstein war die vorläufige Entscheidung stark kritisiert worden, da hier die Planungen, im Gegensatz zu Meschede, schon weit fortgeschritten waren. Gemeinsam mit dem Hochsauerlandkreis und dem Regionalrat Arnsberg hat sich die Stadt Meschede daher für eine stärkere Berücksichtigung der B 55-Projekte eingesetzt. Auch der heimische Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg hat die Initiative gemeinsam mit seinen Bundestagskollegen Matthias Heider (Kreis Olpe) und Bernhard Schulte-Drüggelte (Kreis Soest) unterstützt. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeverkehrsminister Alexander Dobrindt setzten sie sich für eine Ertüchtigung der gesamten B 55 vom Autobahnkreuz Olpe Süd bis hin zur A 44 im Soester Raum ein. Die B 55 sei für Südwestfalen, die drittstärkste Industrieregion Deutschlands, die wichtigste Nord-Süd Verbindung. Die geplanten Ortsumgehungen dürften daher nicht einzeln betrachtet werden, sondern müssten als Gesamtprojekt zur Ertüchtigung der B 55 begriffen werden.

„Als CDU-Fraktion im Rat der Stadt Meschede begrüßen wir die Initiative der Region für eine stärkere Berücksichtigung der B 55 im neuen Bundesverkehrswegeplan ausdrücklich und hoffen sehr, dass das Bundesverkehrsministerium die B 55 im endgültigen Bundesverkehrswegeplan stärker berücksichtigt als bisher. Die Ortsumgehung Meschede muss im „Weiteren Bedarf“ bleiben. Darüber hinaus würde die Stadt Meschede aber auch davon profitieren, wenn die B 55 insgesamt ertüchtigt werden würde“, so Josef Sommer, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung.

Der Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 war im März veröffentlicht worden. Der endgültige Bundesverkehrswegeplan wird allerdings erst im weiteren Verlauf des Jahres beschlossen werden. Der Bundesverkehrswegeplan wird in den kommenden 15 bis 20 Jahren Grundlage für den Erhalt und weiteren Ausbau der Bundesfernstraßen sein.

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