Mobilität im ländlichen Raum – Mobilität der Zukunft?

Auf Einladung des CDU Stadtverbandes Meschede, der CDU Kreistagsfraktion und der Jungen Union besuchte am vergangenen Montag der Landesminister für Verkehr, Hendrik Wüst, die Stadt Meschede. Im bis auf den letzten Platz besetzten Veranstaltungsraum des H1 am Hennesee diskutierten, nach einem Impulsvortrag von Hendrik Wüst, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende  der Westfälischen Verkehrsgesellschaft Dr. Klaus Drathen, der Geschäftsführer der Südwestfalenagentur Hubertus Winterberg und Sascha Walenta von der CDU Mittelstandsvereinigung im Hochsauerland über das Thema Mobilität im ländlichen Raum.

Der Mobilität kommt eine wichtige Bedeutung im Rahmen der Daseinsvorsorge in unserer Gesellschaft zu. Sie sichert den Menschen die Teilhabe am sozialen Leben, um z.B. Waren des täglichen Bedarfs zu erreichen, medizinische Versorgung sicherzustellen oder einfach nur ihren Arbeitsplatz erreichen zu können.  Im Rahmen der Diskussionen wurde deutlich, dass eine CO2 Steuer allein nicht ausreichen wird, um die Menschen zu einem Verzicht auf Mobilität und ein umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen. Ohne zusätzliche umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur und innovative, digitale Lösungen wird es keine Reduzierung der CO2 Emissionen geben, sondern nur zu einer Verteuerung der Mobilität kommen.

Um die Akzeptanz der öffentlichen Verkehrsmittel zu steigern, müssen diese attraktiver gemacht werden unter anderem durch ein besseres Angebot an Verbindungen und mit kürzerer zeitlicher Taktung. Allein beim Ticketsystem sollten Vereinfachungen dringend umgesetzt werden. Hier werden die Möglichkeiten der Digitalisierung einen wichtigen Beitrag zur Vereinfachung und Transparenz leisten können.

Auch wurde deutlich, dass autonomes Fahren eine Chance für den öffentlichen Personennahverkehr in ländlich strukturierten Räumen wie dem Sauerland bieten kann. Digitalisierung heißt hier aber nicht gleich, dass autonomes Fahren kurzfristig möglich ist. In diesem Zusammenhang wird ein langer Atem notwendig sein. Die Entwicklungen eines ausgereiften und für alle Verkehrsteilnehmer sicheren Systems wird voraussichtlich noch 10 Jahre in Anspruch nehmen.

Eine gute Nachricht, welche die Region schon in Kürze entlasten wird, hatte Minister Wüst aber gleich mitgebracht. Die Verlängerung der A46, die zu einer besseren Anbindung der östlichen Kommunen im Hochsauerlandkreis und zu einer deutlichen Entlastung der Gemeinde Bestwig führen wird, soll noch Ende des Jahres für den Verkehr freigegeben werden.

Der Diskussionsrunde im H1 ging ein Besuch der Firma Ewers voraus. Hendrik Wüst, der auch Vorsitzender Mittelstandsvereinigung der CDU in NRW ist, konnte sich dort von der Leistungsfähigkeit eines Mittelständischen Betriebs überzeugen und gleichzeitig erfahren, welchen Herausforderungen sich diese Unternehmen zu stellen haben. Darüber hinaus konnten die Besucher der Fa. Ewers einen Eindruck darüber gewinnen, welchen persönlichen Einsatz ein Unternehmer an den Tag legen muss, nur um dafür zu sorgen, dass sein Betrieb langfristig über die notwendigen Fachkräfte verfügt.

Das Foto in den Hallen der Fa. Ewers zeigt von links nach rechts:

Matthias Kerkhoff, Dieter Berger, Dr. Bernd Schulte, Ferdi Lenze, Hendrik Wüst, Meinolf Ewers, Josef Sommer, Marcel Spork, Martin Eickelmann

Foto Zwei zeigt die Teilnehmer der Diskussionsrunde v.l.n.r.:

Hendrik Wüst, Hubertus Winterberg, Sascha Walenta, Dr. Bernd Schulte, Dr. Klaus Drathen

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